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Faszination Street-Fotografie Hans-Juergen Sommer - Foto Koch
Lesezeit: 8 Minuten - 09. Juni 2022 - von im Interview mit Hans-Jürgen Sommer

Im Interview mit Hans-Jürgen Sommer 

Faszination Street-Fotografie

Hans-Jürgen Sommer ist fasziniert von der Streetfotografie und hat darin seine Leidenschaft gefunden. Mit 40 Jahren entdeckte er sie für sich. Für ihn ist es die Herausforderung hinsichtlich adäquater Komposition und genauem Timing. Er hält sich nicht an gängige Konventionen in der Fotografie. Stimmt die Qualität, so schafft es auch eine selektive Kolorierung in seine enge Bildauswahl. In diesem Interview erhaltet ihr spannenden Einblicke in seine Arbeit und was für ihn bei seiner Fotografie besonders wichtig ist.

Was bedeutet Fotografie für dich und wie bist du dazu gekommen?

Fotografie ist für mich der Ersatz für die Malerei. Ich würde gerne malen können, aber ich habe keine Geduld dafür. Der Vorteil der Malerei ist für mich, dass es keine Grenzen gibt. In der Fotografie muss man sich mit dem Szenario begnügen, das sich einem bietet. Ich liebe Herausforderungen und ich versuche immer, das Beste hinsichtlich der Komposition aus einer Szenerie herauszuholen. Dabei ist nicht die Bildaussage wichtig, sondern das Ziel ist ein harmonisches Bild, das ich mir gerne an die Wand hängen würde. Die Fotografie nimmt mittlerweile einen großen Teil meines Lebens ein und ist eine Möglichkeit, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Begonnen habe ich mit 15. Zuvor habe ich gerne gemalt, aber den Moment relativ schnell einzufrieren, das hat mich an der Fotografie begeistert. Damals habe ich Unmengen an Literatur verschlungen über die Technik und Komposition.

Reise, Street, Schwarz-Weiß und vieles mehr - In welchem Genre fühlst du dich am ehesten zu Hause?

Ich liebe die Street-Fotografie. Denn hier kommt es sehr auf Timing und Komposition an, damit das Ergebnis stimmig ist. Dabei passt oft die Schwarz-Weiß-Bearbeitung, welche zumeist edel wirkt. Aber auch eine farbige Version kann passen. In Deutschland und Frankreich sind die Vorgaben hinsichtlich Street-Fotografie streng. Hier kann die normale Reisefotografie auch sehr schön sein. Portraits faszinieren mich ebenfalls. Jedoch keine Model-Fotografie, das habe ich auch schon probiert, sondern Charakter-Köpfe mit Ecken und Kanten.

Wie gehst du bei deiner Fotografie vor und wie findest du deine Motive?

Selten gehe ich alleine auf Motivsuche, zumeist begleiten mich meine Frau oder Fotofreunde. Auf Reisen stehe ich immer unter Spannung, mir könnte ja ein interessantes Motiv entgehen. Ich muss mich bei meiner Frau bedanken, sie hat viel Verständnis für meine Leidenschaft. Natürlich versuche ich eine Balance zu finden zwischen der Zeit für die Fotografie und der Zeit für meine Frau.  

Mit den Jahren habe ich, denke ich, mein Auge so geschult, dass mir interessante Situationen und Kompositionen direkt ins Auge stechen. In der Street-Fotografie kommt es auf jede Sekunde an. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass bei mir vieles unterbewusst abläuft. Oft bin ich zu Hause am Rechner überrascht, dass eine Fotografie gelungen ist, obwohl der Moment sehr kurz war, in der sich eine interessante Szene ergeben hat und ich abgedrückt habe.

Wie wichtig ist dir das Thema Technik?

Für mich ist die Kamera wie ein Pinsel, ein Mittel zum Zweck. Im Laufe der Jahre haben sich einige Gehäuse und Objektive angesammelt. Ich bin nur in zwei Dingen anspruchsvoll, bei der kürzesten Verschlusszeit (min. 1/8000) für meine lichtstarken Linsen bei gutem Licht und Hilfsmittel zum Scharfstellen meiner manuellen Linsen (Focus Peaking). Ich fotografiere immer mit Zeitautomatik, da in der Streetfotografie jede Sekunde zählt, da schätze ich auch den Autofocus. Mittlerweile mag ich die Kompaktheit der Systemkameras, besonders auf Reisen. Derzeit überlege ich, auf unserer demnächst anstehenden Reise nach Paris, nur mit einem Objektiv zu fotografieren. Und zwar mit einer 90mm manuellen, sehr lichtstarken Linse, das wird wieder eine Herausforderung.

Was oder wer inspiriert dich?

Zuerst nenne ich die Situation in einer Unterführung in München von der Stadtmitte zum Englischen Garten. Es gab Oberlichter, durch die das Licht schien. Und da saß ein Straßenmusikant mit seiner Klarinette. Ein Lichtstrahl fiel direkt auf sein Instrument. Diese Lichtstimmung musste ich einfach einfangen.

Zumeist nutze ich, jetzt werden einige die Nase rümpfen, ein Zoomobjektiv für meine Street-Fotografie. Eine Situation bestärkt mich darin. Wir waren nach einem Regenschauer auf dem Dach eines Hotels in Santiago de Cuba. Unten auf der Straße habe ich eine interessante Szene gesehen und konnte sie, dank 300 mm Brennweite (Vollformat), einfangen. Nach meiner Meinung eine meiner besten Fotografien hinsichtlich Timing und Bildaufbau.

Als wir in Thailand waren, machte ich eines Abends Aufnahmen vom wahnsinnig schönen Sonnenuntergang mit dem Meer und den typischen Longtail-Booten, malerisch. Meine Frau sagte nur "Sei doch etwas romantisch". Aber ich hatte an dem Abend leider andere Prioritäten. Meine Frau hat wirklich viel Verständnis für mich.

Wo werden deine Bilder veröffentlicht?

Seit Jahren habe ich eine Portfolio-Webseite mit steigenden Nutzerzahlen. Seit einem Jahr ungefähr habe ich eine zweite Seite: Einen Reise-Foto-Blog. Auf dieser Seite zeige ich schöne Reiseeindrücke von den Zielen, die meine Frau und ich besucht haben. Auch bin ich bei Instagram und Facebook zu finden. Vor einigen Jahren habe ich auf einer Vernissage einen relativ bekannten Künstler portraitiert. Dieses ausdrucksstarke Portrait habe ich Wikipedia zur Verfügung gestellt. Vor Jahren habe ich auf einem Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck meine Bilder verkauft. Der Charity-Gedanke liegt mir am Herzen. Auch hatte ich schon eine Ausstellung, aber ich bin nicht mehr bereit, dabei in Vorleistung zu treten. Eine Ausstellung sollte den Künstler nur bei Verkauf etwas kosten.

Über Hans-Jürgen Sommer

Im Sommer 1969 in Speyer am Rhein geboren und aufgewachsen in der Provinz um Ludwigshafen, wandte sich Hans-Jürgen Sommer schon früh den schönen Künsten zu. Gerne malte er, doch mit 15 entdeckte er für sich die Fotografie. Den richtigen Moment festhalten, das faszinierte ihn. Eine Aufnahme war in dieser analogen Zeit kostbar. So musste er sich, schon in der Planung, intensiv mit jedem Bild auseinandersetzen. Dies kommt ihm noch heute zugute.

Mit dem Einzug der digitalen Fotografie lebt er seine Leidenschaft noch intensiver aus und er konnte seine Erfahrungen aus dem Bereich der Informationstechnologie in seinen Workflow mit einfließen lassen. Dies eröffnete ihm neue gestalterische Möglichkeiten.

Mit 40 Jahren entdeckte er für sich die Reise- und Streetfotografie. Für ihn die Herausforderung hinsichtlich adäquater Komposition und genauem Timing.

Besonders Paris hat es ihm angetan, aus fotografischer Sicht für ihn die schönste Stadt, die er kennt.

Hans-Jürgen Sommer hält sich nicht an gängige Konventionen in der Fotografie. Stimmt die Qualität, so schafft es auch eine selektive Kolorierung in seine enge Bildauswahl.

Er hat Ausstellungserfahrung und engagierte sich in der Vergangenheit auch im Bereich Charity.


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